EIN AUFENTHALT ALS FREIWILLIGE/R VON BAOBAB

Immer wieder melden sich junge Leute, aber auch ältere Menschen, die bei uns ein Praktikum, ein soziales Jahr oder einen sonstigen freiwilligen Dienst absolvieren möchten. Grundsätzlich ist dies möglich, da es zur Bereicherung beider Seiten beiträgt und ein sinnvoller Beitrag zur Völkerverständigung ist.

Anlaufstelle ist Frau Edith de Vos ghana@baobab-children.de und die "Freunde der Erziehungskunst" Karlsruhe.

Die Mindestzeit für einen Aufenthalt beträgt sechs Monate, für SchulabgängerInnen zwölf Monate.
Bei Fachkräften machen wir eine Ausnahme und sie sind herzlich willkommen zur Weiterbildung unserer Mitarbeiter.

Menschen bis zu 28 Jahren können sich bei den "Freunden der Erziehungskunst" in Karlsruhe für das Entsendeprogramm "Weltwärts" der deutschen Bundesregierung bewerben. Dieses Programm hilft den Freiwilligen ihren Aufenthalt zu finanzieren, Bedingung ist allerdings ein Aufenthalt von mindestens zwölf Monaten im Entsendeland. Baobab freut sich ganz besonders über Berwerber, die nicht direkt von der Schule kommen, da unsere Aufgaben sehr anspruchsvoll sind. Bewerber mit praktischen Vorraussetzungen (auch nach der Berufsausbildung) in den Bereichen Schreinerei, Nähen, Textildesign, Fahrradreparatur, Solarenergie, organischer Landbau, sind ganz besonders herzlich willkommen - auch für kürzere Zeit. Auch ausgebildete LehrerInnen, SozialarbeierInnen, TherapeutInnen finden bei uns genügend Aufgaben. Unsere Verwaltung und Buchhaltung kann auch jemanden gebrauchen, der/die in diesen Bereichen kundig ist. Unser Laden in Cape Coast braucht immer wieder jemanden, der/die sich etwas mit Marketing auskennt und die Vermarktung unserer Produkte hilft zu verbessern. Diese Einsätze sind dafür gedacht, die Ghanaer, die mit uns zusammenarbeiten, weiter zu bilden, damit sie diese Bereiche selbst in die Hand nehmen können.

Unsere Freiwilligen sind vorwiegend im Baobab Haus in Cape Coast oder im Volontärshaus im Baobab Ausbildungszentrum untergebracht .Es ist leider außerordentlich schwierig für uns Zimmer in Familien zu finden, da entweder die sanitären Bedingungen nicht ausreichend sind oder die Familien zu viel Geld für Kost und Logis verlangen. Alle Freiwilligen bezahlen 100,- € für Unterbringung und Verpflegung an Baobab.

Jeder Freiwillige, der nicht über Weltwärts kommt, bezahlt an die Organisation vor Antritt der Reise 200,- € Aufwandsentschädigung und schickt das unterschriebene Formular (wird bei Zusage mit der Volubroschüre zugeschickt) an Frau Judith Pix (siehe Kontakte). Wir haben gerne Freiwillige vor Ort, aber es ist für uns auch eine Menge Arbeit damit verbunden, alle zufrieden zu stellen: Korrespondenz im Vorfeld-Beantworten der vielen Fragen, Abholen vom Flughafen, Einführung und Betreuung vor Ort, Organisation der privaten Projektvorstellungen von Freiwilligen, Einrichten und Renovierung der Räume, Betreuung im Krankheitsfall etc., etc. Nach einer Eingewöhnungsphase von einer Woche übernehmen Freiwillige ihre Aufgaben eigenständig, haben aber immer Menschen zur Seite, an die sie sich wenden können bei Fragen und Problemen. Wer Interesse hat zu uns zu kommen, bewirbt sich mit Lebenslauf/Photo und Motivationsschreiben bei Frau de Vos über E-Mail. Sie teilt dem/der Bewerber/in mit, welche Aufgabe für ihn/sie möglich wäre und worauf der/die Betreffende sich vorbereiten sollte. Die Freiwilligen sollten gesundheitlich stabil sein, da die Tropen mit ihrem anstrengenden Klima viel abverlangen. Es ist Pflicht zumindest für zwei Monate Malariaprophylaxe zu nehmen und die üblichen Impfungen sind Voraussetzung für einen Aufenthalt bei Baobab. Die Freizeit wird nach den Notwendigkeiten geplant und abgesprochen.

Besuch aus Deutschland kann nach Absprache empfangen werden. Besucher können gegen ein Entgeld in unserem Gästehaus im Zentrum oder im Baobab House in Cape Coast untergebracht werden. Telefonanrufe von oder nach Deutschland, Päckchen und Besuche sollten sich sehr in Grenzen halten, da der/die Freiwillige ja gekommen ist, um sich auf Afrika einzulassen und einfach mal Deutschland auszuschalten. Volontäre sollten etwas mitbringen, was sie vermitteln wollen und bereit sein zu lernen von den Menschen in Ghana. Voraussetzung ist die Bereitschaft, sich für die fremde Kultur zu öffnen und Verzicht zu üben, Selbstverständlichkeiten aus Europa über Bord zu werfen, auch schwierige Situationen durchstehen zu wollen, Initiative zu entwickeln und den Mut zu neuen Erfahrungen mitzubringen.

Unter diesen Voraussetzungen kann ein Aufenthalt fruchtbar für beide Seiten sein.

"Jede Begegnung, die deine Seele berührt, hinterlässt eine Spur, die nie ganz verweht!"


ABSCHLUSSBERICHT

Janna Hauser, 2015-2016

Einen Freiwilligendienst bei der Baobab Children Foundation in Ghana zu leisten, bedeutet, viel Verantwortung zu tragen und viele verschiedene Aufgaben zu übernehmen. Dies hat zum Vorteil, dass man in kurzer Zeit viel Neues lernt, mit dem man zuvor nie in Berührung gekommen ist oder Herausforderungen bewältigt, die die eigene Persönlichkeit wachsen lassen.

Die Tätigkeiten, die ich in meinem Jahr als Freiwillige bei der Baobab Children Foundation geleistet habe, lassen sich auf zwei verschiedene Arbeitsbereiche aufteilen: Die Baobab-Schule und das Baobab-Haus.

In der Baobab-Schule, dem Kern des Projekts, habe ich Aufgaben übernommen, wie das Begleiten der Workshops 'Perlenherstellung' oder 'Kenteweben'. Jeden Samstag habe ich meinen eigenen Workshop geleitet und den Schülern beigebracht, wie sie Schmuck und Schlüsselanhänger herstellen können.

Unter der Woche haben wir Freiwillige die Lehrer unterstützt, abends die Schüler in Englischer Konversation zu trainieren. Dazu habe ich die 'fundamental class' übernommen und mit ihnen ein Videoprojekt durchgeführt. Sie haben zum Thema 'life at school' das Drehbuch selbst entworfen und sollten bei den Aufnahmen nur die englische Sprache verwenden. Nach einigen Monaten wurde daraufhin die Struktur verändert, da es viele Schüler gibt, die keinerlei Englischkenntnisse besitzen. Denjenigen haben wir dann von nun an Einzelunterricht gegeben.

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Mein Schulweg

Bis eine ausgebildete Physiotherapeutin an die Baobab-Schule kam, haben wir Freiwillige außerdem täglich Muskeltraining und Körpermassagen mit den Schülern mit Behinderung durchgeführt, was sich als eine sehr herausfordernde und interessante Arbeit entwickelte. An den Wochenenden gab es meistens ein von uns gestaltetes Freizeitprogramm für die Schüler/innen, welches aus Fahrradfahren oder Spielen bestand.
Da es sich bei meiner Einsatzstelle um eine NGO (non-governmental organisation) handelt, ist sie unter anderem von Sponsoren abhängig. Daher sollen die Schüler/innen alle einen Sponsor oder eine Sponsorin erhalten, die das Projekt mit unterstützen. Somit bekamen wir die Aufgabe, Profile von den Schüler/innen zu erstellen und davor zu ihren Familien zu fahren, um ausreichend Informationen von den Jugendlichen zu erhalten. Hat ein/e Schüler/in eine/n Sponsor/in erhalten, habe ich die Schüler/innen beim lesen und schreiben der Briefe unterstützt.

Die Baobab-Schule hat einige Kinder adoptiert oder als Pflegekind aufgenommen. Somit habe ich mich um sie gekümmert und hin und wieder therapeutische Angebote geschaffen. Meine Aufmerksamkeit war besonders auf 'little Edith' gerichtet, mit der ich verschiedene spielerische Übungen durchführte.

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Schüler bei der Perlenherstellung


Da die Baobab Children Foundation jedem und jeder Schüler bei der Perlenherstellung Freiwilligen Raum zur kreativen Entfaltung zu Verfügung stellt, habe ich ein Projekt an der Baobab-Schule beginnen können und für die Schülerinnen abendliche Treffen organisiert, an denen wir innerhalb der Gruppe über Themen wie Pubertät, Verhütung, Geschlechtskrankheiten, Teenagerschwangerschaft, Zukunftspläne sowie über die Rolle der Frau gesprochen haben und zusätzlich Aktionen zur Stärkung des Selbstbewusstseins durchführten.

Das Baobab-Haus, mein zweiter Tätigkeitsbereich, besteht aus einem vegetarischen und veganen Restaurant, einem Hotel und einem Verkaufsladen, in welchem die aus den Schul-Workshops hergestellten Produkte verkauft werden und sich die Hotelrezeption befindet. Meine Aufgabe hierbei war es vor allem, das Hotel und den Verkaufsladen zu verwalten. Das Baobab-Haus ist vor allem dazu da, die Organisation finanziell zu unterstützen, das Projekt zu präsentieren und es als Ausbildungsort für Schüler der Baobab-Schüler zu nutzen.
Den Verkaufsladen zu verwalten bedeutete in erster Linie, die Regale niemals leer werden zu lassen und die Produkte Verkaufsladen im Baobab-Haus zu verkaufen. Das Einbringen neuer Produktideen oder die Umgestaltung des Ladens waren stets gern gesehen und wurden von mir mit Freude umgesetzt.

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Verkaufsladen im Baobab-Haus

Meine Aufgaben in der Hotelverwaltung beinhalteten überwiegend das Empfangen und Betreuen der Gäste, die Organisation der Reservierungen und die Mitgestaltung der Räumlichkeiten des Hotels für einen angenehmen Aufenthalt.
Im Großen und Ganzen haben wir Freiwillige uns um die Außenwirkung des Projektes gekümmert und deshalbuns gut um die Gäste gekümmert sowie immer wieder Informationen über die Baobab Children Foundation verkündet.
Nicht zu vergessen ist außerdem die Buchführung, die wir sorgfältig durchführten, um eine gute Übersicht über die Finanzen zu erhalten.
Monatliche Teamsitzungen und das damit zusammenhängende Protokollführen gehörten außerdem zu unseren Aufgaben.

Um die Einnahmen des Baobab-Hauses zu erhöhen, organisierte ich eine 'Ideenwerkstatt', zu der das Management und alle Mitarbeiter des Baobab-Hauses sowie Schüler der Baobab-Schule eingeladen wurden. Davon wurden einige Ideen umgesetzt, wie beispielsweise der von mir organisierte Event-Abend, an welchem Musiker und Tänzer im Baobab-Haus sollten, um Touristen wie auch Einheimische mit dem Baobab-Haus vertraut zu machen und sie über das Baobab-Projekt zu informieren. Dieser Abend entwickelte sich als großer Erfolg und soll nun regelmäßig durchgeführt werden. Zusätzlich entstanden außerdem neu designte Menükarten, neue Gerichte und organisierte Führungen von Touristen durch die Baobab-Schule.

Mein Leben während meines Freiwilligendienst konnte nicht abwechslungsreicher sein. Arbeitete ich eine Woche lang im Baobab-Haus, lebte ich in Cape Coast, einer Kleinstadt direkt am Meer, in der viel Tourismus herrscht und in der immer etwas los ist. Arbeitete ich jedoch in der Baobab-Schule und das normalerweise für zwei Wochen, lebte ich auf dem Land, angrenzend an das kleine Dorf Kissi. Hier spielte sich mein Leben hauptsächlich auf dem Schüler wehren Buschfeuer ab, da es zur Schule wandert großflächigen Schulgelände ab. Da es sich um ein Internat handelt, haben wir mit den Schülern zusammen gelebt und gearbeitet – sich von der Arbeit abzugrenzen ging dabei sehr schwer.

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Schüler wehren Buschfeuer ab, da es zur Schule wandert

Während meines Freiwilligendienstes habe ich verschiedene Phasen wahrnehmen können. So befand ich mich ungefähr die ersten zwei Monate in einem Kulturschock, der sich langsam verringerte. Nach dem ich mich also an die ghanaische Kultur immer mehr gewöhnt hatte, gab es eine Zeit, in der ich Ghana abwechselnd genoss oder anstrengend empfand. Diese Phase zog sich bis zum Ende meines Freiwilligendienstes. Hinzu kam, dass ich immer mehr meine gewohnte Kultur vermisste. In den letzten zwei Monaten vor meiner Abreise habe ich die ghanaische Kultur und das Leben dort jedoch durchgehend wertgeschätzt und genossen. Es war ein spannendes Jahr.

Wenn man für ein Jahr ins Ausland geht, wird viel über Selbstentwicklung und Perspektivenwandel gesprochen. Ich weiß, dass ich gewisse Dinge ernster angehen werde, wie zum Beispiel eine nachhaltige und bewusste Lebensweise sowie mich mehr politisch zu engagieren. Das Leben in Ghana unterscheidet sich so sehr zu dem Leben in Deutschland, dass ich einiges über die Ungerechtigkeiten in Ghana und die Privilegien in Deutschland lernen durfte. Dies hat mich außerdem ermutigt, weitere Länder zu bereisen, um mein neu erhaltenes Weltbild zu ergänzen. Es ist einerseits nicht leicht, sich mit diesen Problemen Markt in Kumasi auseinander zu setzen. Andererseits schafft es eine so enorme Klarheit über das Funktionieren der Welt, dass es mich auch wieder stark macht.

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Markt in Kumasi


Dies alles und noch Vieles mehr nehme ich aus meinem Jahr in Ghana mit. Ich habe es sehr genossen, mit den Menschen aus Ghana zusammen zu Leben und zu arbeiten. Es war ein Privileg diese Erfahrung machen zu können.

Danke.


ABSCHLUSSBERICHT

Sarah C. Kollmann 2015-2016

EINBLICK IN DEINE TÄTIGKEIT UND IN DEIN LEBEN IN DER EINRICHTUNG


Meine Tätigkeit als Freiwillige in der Baobab Children Foundation hat sich in zwei Arbeitsbereiche, dem Baobab House in Cape Coast und dem Baobab Center in Kissi/Kwahinkrom gegliedert.

Im Baobab House waren wir Freiwilligen für den Laden und für die fünf Gästezimmer zuständigen. Wir haben immer in einer 6-Stunden Schicht im Laden gearbeitet – in der ersten Zeit waren es drei Tage pro Woche; in den letzten 9 Monate war ich alle 14 Tage für eine Woche im Laden. Hier musste ich putzen, jeden Morgen und Abend Inventur machen, neue Produkte entgegennehmen, die Produkte im Laden nachfüllen, neue Labels und Präsentationsmöglichkeiten entwickeln, die Buchhaltung führen, Zimmerreservierungen entgegennehmen, Gäste empfangen, ihnen ihr Zimmer zeigen und neue Ideen und Projekte zur Entwicklung des Hauses verwirklichen. Zusätzlich waren wir Freiwilligen im monatlichen Meeting der Angestellten für das Protokollschreiben zuständig.

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Baobab House Cape Coast

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Baobab House Cape Coast – Laden


Im Baobab Center war ich immer wenn ich nicht im Laden war: anfangs die zweit Hälfte der Woche, später für 14 Tage. Bis auf die letzte Woche eines jeden Monats ist mein Arbeitsalltag im Center folgendermaßen verlaufen:
Unter der Woche war ich vormittags zwischen 8:00 und 12:00 Uhr im Batikworkshop. Dort habe ich das Wickel- und Wachsbatiken gelernt. Dazu gehörte neben dem eigentlichen Batiken auch Vorbereitungen, wie Feuer machen und Wachsschmelzen, das Zuschneiden neuer Schaumstoffstempel, das kor-rekte Anrühren der Farben, lernen welche Farben sich wie kombinieren lassen und welche Farb- und Musterkombinationen am besten aussehen.

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Nähworkshop


Nachmittags zwischen 13:00 und 16:00 Uhr habe ich im Nähworkshop überall assistiert, wo Bedarf war: beim Zuschneiden und Nähen von Bestellungen, den Nähanfängern bei Problemen und Fragen zur Verfügung stehen und über gute Farb- und Musterkombinationen diskutieren. Außerdem habe ich einige neue Taschenentwürfe eingeführt, bei denen ich den kompletten Herstellungsprozess koordiniert und die Schüler anleitet habe, wie die Tasche genäht wird.

Zusätzlich zur regulären Nähwerkstatt nachmittags war ich auch vormittags zwischen 8:00 und 10:00 Uhr in der Nähwerkstatt, wenn „workshopweek“ war. Dies war immer in der letzten Woche eines jeden Monats.

Ungefähr zwischen 16:00 und 17:00 Uhr waren wir Freiwilligen in den ersten vier Monaten für physiotherapeutische Übungen zuständig. Jeden Nachmittag haben wir mit drei Schülern Atmungsübungen, Übungen zur Mobilisation der Gelenke, Kräftigungs- und Stabilisationsübungen oder Massagen ge-macht. Später war das nicht mehr mein Arbeitsbereich, sondern wurde von einer gelernten Physiotherapeutin übernommen.
An den Abenden der Werktage zwischen 18:30 und 20:00 Uhr waren immer Evening Classes.

Bis Ende 2015 hat das bedeutet, dass zwei von den vier Klassen beim Hausaufgabenmachen und Lernen von uns Freiwilligen betreut wurden. Zusätzlich haben wir versucht die Schüler durch Sketches und Spiele zum Englischsprechen zu bringen damit die ihr mündliches Englisch üben konnten.

Ab Januar 2016 habe ich Einzelunterricht in englischer Konversation gegeben, wo ich zwei Schüler jeweils zweimal pro Woche unterrichtet habe. Die beiden haben zusätzlichen Unterricht gebraucht, da sie kaum Englisch sprechen, weshalb Einzelbetreuung sinnvoll war.

Samstag war ich zwischen 10:00 und 12:00 Uhr für den Buchbindeworkshop zuständig. Dort habe ich mit fünf bis fünfzehn Schülern Notizbücher mit bemaltem Papier, Batikstoffresten, Bananenblättern und Ähnlichem eingebunden und somit aufgewertet. Den Schülern musste geholfen, etwas erklärt und das gemachte kontrolliert und gegebenenfalls verbessert werden.

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Buchbindeworkshop

Samstag- und Sonntagnachmittag waren wir Freiwilligen für die Gestaltung des Freizeit- und Sportprogramms zuständig. Wir haben je nach Lust und Laune Fußball, Volleyball, Tischtennis, Kartenspiele und Tischfußball gespielt, gemalt, sind auf der Slackline balanciert, haben gemeinsam gewaschen, gequatscht usw. Ab Januar war ein fester und beliebter Bestandteil des Wochenendes das Fahrradfahren üben mit 15 bis 20 Schülern. Dafür habe ich sieben bis zehn Fahrräder zur Verfügung gestellt und die Schüler konnten abwechselnd rumkurven.

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Freizeit- und Sportprogramm

Sonntagmorgen zwischen fünf und sieben Uhr morgens bin ich, anfangs mit einer Mitfreiwilligen, später alleine, mit den Schülern Joggen gegangen. Die Schüler mussten geweckt und motiviert werden, danach sind wir ungefähr eine Stunde gejoggt und haben mit Dehnungs- und Streckungsübungen abgeschlossen.

Sowohl in der Schule als auch im Haus waren wir Freiwilligen immer direkt am Arbeitsplatz untergebracht. Direkt auf dem Schulgelände gibt es ein Haus mit Zimmern für die Freiwillige und im Baobab House gibt es ein Zimmer für den Freiwilligen. Das hatte natürlich seine Vorteile und Annehmlichkeiten, allerdings war man selbst außerhalb der Arbeitszeit immer erreichbar für Schüler und Mitarbeiter.

WELCHE PHASEN HAST DU DURCHLEBT?


Es ist schwierig die Zeit im Nachhinein in Phasen einzuteilen, da immer das einen fließend in das nächste übergegangen ist. Wenn ich trotzdem versuche Phasen festzustellen, sind es ungefähr folgende:
Die Ankunfts- und Eingewöhnungsphase war die aller erste. Sie bestand vor allem aus viel Staunen, wahrnehmen und dem Gefühl alles wie durch ein Filter wahrzunehmen, da alle sind Sinne überfor-dert sind mit den tausenden Eindrücken, die andauernd auf sie einregnen.

Darauf folgte die Phase des Ankommens. Diese Phase war charakterisiert davon, dass alles normaler, alltäglicher wurde, ich wurde vertrauter mit dem Leben und der Arbeit und habe angefangen meinen Platz in Baobab zu suchen und langsam zu finden.

Danach kam eine kurze Zeit, in der ich eher niedergeschlagen und bedrückt war. Das lag einfach da-ran, dass ich realisiert habe, dass ein Jahr tatsächlich lange Zeit ist und das Bekannte und Familiäre wirklich sehr weit weg ist. Über diese Phase bin ich aber sehr schnell hinweggekommen und es war auch die einzige etwas niedergeschlagene Zeit im ganzen FSJ.

Ich wurde dann schnell von der Arbeit in Schule und Laden aufgefangen, mitgerissen und motiviert. Die Zeit ist dahin gerast ohne, dass ich es gemerkt habe, ich habe viel gearbeitet und dabei versucht einen Platz in der Organisation zu finden, an dem ich mich sinnvoll eingesetzt fühlte, ich steckte im Leben und Alltagsflow von Baobab voll drinnen, habe mit allen Sinnen Ghana wahrgenommen und erlebt – sowohl in der Arbeit als auch in der freien Zeit.

Dann kamen Weihnachten und Neujahr, die überhaupt nicht bedrückend und sentimental waren, sondern voll neuer schönen Erlebnissen, Herausforderungen und geprägt von einer guten Zusam-menarbeit zwischen uns vier Freiwilligen. Andererseits habe ich zunehmend mehr gearbeitet und Verantwortung übernommen, weil die Mitfreiwilligen sich hin und wieder davor gedrückt haben. Das war zeitweise anstrengend und frustrierend, aber auch eine Lehre für mich, wie ich mit meinem übermäßigen Fleiß am besten umgehe.

Mit dem neuen Kalenderjahr fing dann auch ein neues Schuljahr an. Damit kamen viele neue Schüler und eine Welle von Motivation durchflutete die Schule. Das war sehr schön! Auch mich erfasst diese Motivation und ich habe den Neuankömmlingen in der Nähwerkstatt das Nähen mit der Hand beigebracht. Das war eine sehr schöne Phase für mich, mit neuen Erfahrungen im Beibringen und Erklären, persönlicher werdenden Verhältnissen zu den Schülern und ersten Erfahrungen in der Batikwerk-statt. Ich war immer sehr beschäftigt und es war immer viel zu tun.

Obwohl danach das allerletzte Schuljahr für mich anfing, war es doch eine entspannte und sehr schöne Phase, die nun folgt. Wie das vorherige Schuljahr war diese Zeit geprägt von sehr viel motivierter Arbeit, schönen Erlebnissen und Erfahrungen. Ich habe in der Nähwerkstatt eigene Ideen und Projekte verwirklicht und habe zunehmend wie eine eigenständige Lehrkraft dort gearbeitet. Das war natürlich ein Ansporn und eine schönes Gefühl. Nebenbei war ich sehr beschäftigt mit Bewerbungen für die Zeit nach dem FSJ und schließlich Vorbereitungen für Aufnahmeprüfungen von Studiengängen im Design- und Textilbereich.

Nach einer Weile außerhalb der Organisation auf Grund von Reisen, wurde ich Mitte Juli wieder voll mitgerissen von Baobab. Es hat eine Phase angefangen, die geprägt war von intensivster Arbeit, letzten Projekten, Abschiednehmen von zwei Mitfreiwilligen, viele Vorbereitungen für die kommenden Freiwilligen, Ankunft und Einarbeiten einer neuen Freiwilligen, einem zunehmenden Abschiedsgefühl und dem Bedürfnis Ghana nochmal ganz intensiv erleben zu müssen.

Die letzte Phase, die Zeit des Abschieds habe ich, wie durch ein Filter, fast wie im Koma wahrge-nommen. Ich konnte nicht realisieren, dass dies der endgültige Schnitt zwischen mir und meinem FSJ, zwischen mir und Ghana war. Ich habe nicht realisiert, dass es jetzt vorbei war und die Zeit ist dadurch noch schneller verflogen. Die Phase war charakterisiert von dem Bedürfnis noch die letzten Projekte beenden zu wollen und deshalb bis zur letzten Minute wahnsinnig für Baobab zu arbeiten. Zusätzlich war es wichtig nochmal alles und alle zu sehen, sich von allem zu verabschieden, alles in der Erinnerung gut einzuspeichern. Insgesamt war es trotz allem eine wunderschöne und sehr inten-sive letzte Zeit.

WIE HAST DU DICH VERÄNDERT UND ANDERE PERSPEKTIVEN GEWONNEN?


Im Laufe des Freiwilligendienstes werde ich mich schon irgendwie verändert haben, allerdings weiß ich nicht ob es Ghana zuzuschreiben ist oder dem Leben selbst. In einem Jahr passiert oder verändert sich immer so einiges. Allerdings ist meiner Meinung nach eine größere Distanz zu der eigenen Person notwendig, um diese Veränderungen wahrzunehmen. Auch meine Perspektiven werden sich sicherlich verändert haben. Ich kann aber nur eines sagen: inzwischen weiß ich nicht nur theoretisch, dass die Welt groß und vielfältig ist, sondern habe es selber gesehen, wahrgenommen und erlebt.

WAS NIMMST DU AUS DEM JAHR MIT? WAS IST DEIN FAZIT?


Neben vielen materiellen Dingen, vor allem wunderschönen Stoffen, nehme ich natürlich vieles in meiner Seele mit. Das meiste sind Erinnerungen an die vielen schönen, herzlichen, lustigen, ernsten, wunderbaren Momente zusammen mit den Schülern, in der Nähwerkstatt, beim Fahrradfahren, Buchbinden, Joggen, Wäschewaschen oder in der Baobab Culture Troupe. Auch nehme ich tausende Sachen mit, die ich gelernt habe: Buchhaltung und Führung des Ladens, ghanaische Sauberkeit, so einige Gerichte, Nähen mit Hand- und Industrienähmaschinen, Recyceln von Plastikabfall, ver-schiedenste Methoden zum Beibringen und Erklären, neue Kleidungs- und Taschenschnitte, alles von A bis Z, was man übers Batiken wissen muss, ein wenig der lokalen Sprache, traditionelles Trommeln, ein besseres Verständnis für die unterschiedlichste Welten dieses Erde usw. usw. Hinzu kommen noch die vielen wunderbaren persönlichen Kontakte, Beziehungen, Freundschaften und Erlebnisse, an die ich immer gerne zurück denke.
Als abschließenden Kommentar kann ich nur noch sagen, dass dieses Jahr für mich unvorstellbar bereichernd und lehrreich war, sodass ich mich enorm beschenkt fühle und dafür sehr dankbar bin!

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ABSCHLUSSBERICHT
Felix Below, Juni 2014 - Juni 2015 Ghana

Baobab Children Foundation



Ein Jahr Baobab Children Foundation, eine Jahr Ghana.
Viel ist passiert … um mich herum … sowieso … in mir selbst?
Ich glaube sogar noch mehr.
Gar nicht so einfach da herauszufiltern auf ein paar Zeilen Bericht.


Im Vordergrund stand natürlich meine Arbeit, im Baobab House, aber vor allem Im Youth Training Center. Eine Schule, eine Ausbildungsstätte und ein Zuhause in dem kleinen Dorf „Kissi“ in der Central Region für ca. 70 Kids von nah und fern. In normalen Schulen hätten die meisten von ihnen schlechte Chancen. Manche leiden an körperlichen Behinderungen, andere sind Waisenkinder oder kommen von der Straße und es fehlt an Geld. Morgens wird die Schulbank gedrückt, viele haben Probleme mit Englisch. Trotzdem werden auch Prüfungen in anderen Fächern in Englisch geschrieben, weshalb sich viele schwer tun.

Nachmittags geht’s ab in die Werkstätten oder auf die Schulfarm. Hier lag auch eine meiner Hauptaufgaben, nämlich die Arbeit in einer Fahrradwerkstatt. Von einer Partnerorganisation erhielten wir im November zwei Schiffscontainer voller Gebrauchtfahrräder aus Deutschland. Mit einigen der Schüler und angestellten Helfern richteten wir diese wieder her, sodass sie zum Großteil verkauft und auch bei verschiedenen Events gemeinnützig verteilt werden konnten.

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Kinder beim Arbeiten an den Fahrrädern unter Betreuung eines Mitweltwärtslers.


Später am Nachmittag war Physiotherapie für einige der Behinderten Kinder angesagt. Ohne entsprechender Ausbildung war es oft schwierig frei nach dem Motto ‚alles ist besser als nichts‘ zu arbeiten. Zu Beginn musste ich mich dabei erst einmal an die Berührungsnähe gewöhnen, doch nach einiger Zeit ging dies und auch das Improvisieren bei den Übungen einfacher. Zwischendrin bekamen wir professionelle Hilfe einer Physiotherapeutin welche auf Reisen freiwillig ihre Dienste angeboten hat. Manchmal war es schwer die Kinder und Jugendlichen dazu zu bewegen Übungen zu machen, manchmal hatte man aber auch das Gefühl, kleine Fortschritte zu sehen und sie auch Spaß daran hatten, was mir Motivation gegeben hat weiter zu machen.

Jeden Samstagvormittag war Zeit für die Kreativ Workshops, in meinem Fall ging es um die Herstellung von Schmuck aus Kokosnussschalen für den späteren Verkauf. Das war auch eine Aufgabe die mir selbst Freude bereitete und bei der ich mit einer Mitfreiwilligen, welche einen Workshop für Schmuck aus selbstgemachten Glasperlen anleitete, kleine kreative Ideen entwickeln konnte.

Dies war immer ein hin und her. Manchmal hatten einiges Kids Spaß am kreativen basteln, aber gerade zum Ende der zweistündigen Einheiten waren dann in den Augen der Kinder doch oft andere Sachen wichtiger, wenn ich mich aber an meine Schulzeit zurückerinnere durchaus nachvollziehbar. Manchmal fehlt es dann auch etwas am eigenständigen Arbeiten und Ausarbeiten eigener Ideen.

Ich denke das hat sicher etwas mit dem überwiegen autoritärem Bildungssystem in Ghana zu tun. Der Lehrer sagt was, hat Recht und keine Diskussionen. Ein Sprichwort besagt hier „Why (Y) has a long tale.“, also frag nich wieso! Komisch, da lernt man doch bei uns „Wieso, Weshalb, Warum, wer nicht fragt …“. Nichtsdestotrotz wurde man dann grade wenn man nicht damit rechnete, mit schönen von den Schülern Hergestellten Schmuckstücken überrascht.

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Herstellen von Kokosnussschmuck


Im Youth Training Center spielte sich auch unser Leben ab. Hier aßen, arbeiteten, spielten, wohnten – im separiertem Gästehaus – und lebten wir zusammen mit den Schülern.

Somit waren wir auch Ansprechpartner für Sport, Spiel und Langeweile. Einer der Lieblingssätze der Schüler war wohl „Mr. Felix (oder sonst grad da war), i need plaaaaster!“, denn selbst kleine Kratzer können sich in den tropischen Kreisen schnell entzünden und nur über Monate schleppend verheilen.

Nebenbei kümmerte ich mich um verschiedene Projekte, wie die Anschaffung von Trikots, Bällen und anderem Sportmaterial über einen Fußballverein in Deutschland und um den Bau einer Tischtennisplatte.

Um mich dieser Aufgabe zu widmen zog ich mich zu Ende meines Aufenthaltes größtenteils aus der Fahrradwerkstatt zurück. Über eine Online-Fundraising-Aktion sammelte ich Geld für Materialien und goss aus Beton mit Stahlarmierung eine dauerhafte Platte. Nachdem ein passender Platz gefunden wurde, wurde dieser gemeinsam mithilfe der Schüler und viel Schweiß eingeebnet und mit gebündelter Kraft hievten wir dort die Platte auf ein extra angefertigtes Metallgerüst. Netz aus Sattelstangen, Fahrradschläuchen drangeschweißt und los geht’s!

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Auf der noch nicht fertigen Tischtennisplatte wird schon gespielt.


Ein ganz anderer Aufgabenbereich war die Arbeit Im Baobab House in Cape Coast. Dort ist ein Vegetarisches Restaurant, Crafts- und Artsshop und Gästehaus vereint. Hier sollten wir vor allem Produkte die in den Schulwerkstätten und der Farm hergestellt wurden verkaufen und Gäste einchecken. Kleine Nebenaufgaben waren hier das Verpacken von Tees, Kräutern, Kosmetikprodukten und andrem, Gestalten von Labels, ein wenig Buchführer, kleinen Hausmeisterarbeiten und hier und da mal helfen wo es nötig ist. Die Zeit in Cape Coast war oft ein angenehmer Ausgleich zum Leben im Dorf. Dort konnte ich viele Freunde, ghanaische sowie reisende und andere Volontäre, finden und auch oder vor allem mit dem Personal viele schöne Stunden und spaßige sowie interessante Diskussionen führen. Trotzdem fühlte ich mich durch die Arbeit dort oft nicht so erfüllt wie ich es gern gehabt hätte. Manchmal fühlte es sich ein bisschen nach Zeitabsitzen an, vor allem in den letzten Wochen, in denen die Schule sich dem Ende neigte, und ich dann überwiegend im Baobab House arbeitete.

Auch fragte ich mich wie sinnvoll es ist, so eine Aufgabe komplett an Freiwillige zu übergeben, oder stattdessen auch ehemalige oder aktuelle Schüler oder andere Ghanaer zu involvieren.

Für mich persönlich stand neben der Arbeit im Projekt, vor allem das Leben in einer fremden Welt im Vordergrund. Dort zu verstehen, dass es andere Möglichkeiten gibt ein Leben zu führen und ‚Entwicklung‘ und Wirtschaftswachstum nicht der Maßstab aller Dinge sind, wie sich in Deutschland mutmaßen ließe. Würde man danach Urteilen wären Ghana und die meisten afrikanischen und noch viel mehr Länder wirklich arm. Die Realität schaut anders aus! Lachen gehört in Ghana zum Alltag. Es herrscht überwiegend Gelassenheit und vieles ist unverkrampft ehrlich. Auch Zeit hatte für mich dort eine ganz andere, geringwertigere Bedeutung. Das Sprichwort ‚Zeit ist Geld‘ wäre hier fehl am Platz. Wenn ich nicht gerade zu „festen“ Zeiten arbeiten musste, konnte ich Stunden und Tage ohne Uhrzeit leben ohne es wirklich zu merken. Es wird hell es wird dunkel. Sechs Uhr hell sechs Uhr dunkel, Sommer wie Winter, was es ja dort eigentlich nicht gibt. Zeit ist nicht wichtig weil man Sie hat. Wenn man von A nach B will fährt man los und kommt an, einen Fahrplan gibt es nicht, weshalb man sich auch über keine Verspätungen aufregen kann. Warten wurde für mich alltäglich, manchmal mochte ich es sogar ein bisschen. Hektik und Stress … „don´t worry …“ doch all dies hat immer zwei Seiten, denn in der ganze Gelassenheit und Langsamkeit kam es auch vor, dass ich den Antrieb verlor und mich wieder aus einem Loch herauskämpfen musste.

Alles hat irgendwie zwei Seiten und man sollte immer beide sehen. Hunger, Krankheit, Armut, Strom- und Wasserknappheit sind alles existierende Probleme und gerade zu Beginn musste ich da erst einmal einen Kulturschock verdauen, doch ich glaube jedes Land und jede Kultur hat mit seinen „Krankheiten“ zu kämpfen, ob das nun Armut, Krieg, mangelnde Bildung, Depressionen oder einfach nur Langeweile sind. Man sollte hier keinen Besser/Schlechter-Vergleich aufstellen. Natürlich habe ich auch vieles vermisst, doch genauso gab es so viele Dinge in Ghana die ich sehr schätzte und jetzt vielleicht noch mehr zu schätzen lerne und gerade das einfacher gestrickte Leben kann dort manchmal so schön sein.
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ABSCHLUSSBERICHT
Martin Kurrat

Projekt Handbike


Nach mehr als vier Wochen sägen, schweißen, schleifen, schrauben und planen haben wir diese Woche das Handbike für Emmanuel fertig gebaut.

Alles begann damit, dass ich im Internet Im Internet nach Anleitungen suchte, wie man ein Handbike bauen könne. Dort fand ich eine Seite, auf der jemand ein Handbike gebaut hatte und seinen Bau beschrieb. Er nutzte einen Rollstuhl und das Hinterteil eines Fahrrads. Da wir hier keine überschüssigen Rollstühle haben hieß es bald selber denken. Ein normales Fahrrad war schnell zu einem Handbike umgebaut. Dazu nahmen wir ein Hinterrad mit Narben Schaltung und bogen die Vordergabel des Fahrrads ein bisschen auf. Doch Emmanuel konnte sich nicht vorstellen ein solches Fahrrad zu fahren und bat uns, nochmal über ein dreirädriges Handbike nachzudenken.

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Zweirädriges Handbike              Felix schweißt die Verstärkungen an


Bald stand die Idee im Raum drei Fahrradrahmen mit einander zu verbinden. Der einfachste Weg sie zu verbinden, war in meinen Augen, eine Gewindestange zu nutzen. Also besorgten wir eine Gewindestange und fixierten so die Tretlager miteinander. Bei der ersten Testfahrt lief alles glatt, doch als dann ein Schüler von der Seite auf das Fahrrad sprang und das Gewinderohr brach. Da es am Rand gebrochen war, kürzten wir die Gewindestange. Zur Stabilität verstärkten wir die kritischen Stellen mit den überschüssigen Rohren der äußeren Fahrräder. Zudem mussten wir noch eine Aufhängung der Fußbremse anbringen. Hierzu wurden wieder überschüssige Rahmenteile verwendet. Als alles geschweißt war, nutzten wir einen Drahtbürsten-Aufsatz für die Bohrmaschine um den Lack des Rahmens zu entfernen. Mit dem runtergeschliffenen Rahmen gingen wir zum Lackierer, der uns das Handbike in Blau lackierte.

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Mr. Alhaji beim Abschleifen                           Emmanuel fährt das fertige Handbike


Als wieder alle Teile angebracht waren, kam die Frage nach Licht. Da keines der Räder eine Dynamohalterung hatte, kamen wir auf die Idee ein Narbendynamo zu nutzen. Wenig später war der Narbendynamo in eines der Hinterräder eingespeicht und wir brachten unterm Sattel einen Schalter an. Die Bremsen waren auch bald an Ort und Stelle, recht improvisiert aber trotzdem funktionieren sie gut. Zu guter Letzt schweißten wir noch zwei Rohre im rechten Winkel zusammen und passte zwei Pedalen so an, dass sie im Rohr Halt finden.


Hannah Bicker, 2012 / 2013

Ein Jahr in Ghana als Freiwillige im Projekt „Baobab Children Foundation“

Ein Jahr, das mir nun kurz nach meiner Rückkehr wie ein Augenschlag vorkommt ...
... schon wieder August - oder immer noch August?
... ein ereignisreicher August...
... ein ereignisreiches Jahr!

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Das Projekt besteht aus zwei Einsatzorten. Zum Einen gibt es das Hauptprojekt, die „Baobab School for Trades and Traditional Arts“ (Center), zwischen den Dörfern Kissi und Kwahinkrum und zum Anderen das vor ca. 5 Jahren gegründete „Baobab House“(Shop) in der ca. 25 km entfernten Stadt Cape Coast.

Aufgrund meiner Ausbildung zur Ergotherapeutin, meines Interesses am ländlichen Leben und am direkten und kreativen Arbeiten mit den Jugendlichen war mein Haupteinsatzort das Center. Meine Aufgaben hier zusammenzufassen ist eine neue große Aufgabe, denn mit der ständigen Bewegung des Projektes (nach vorne) bewegten sich auch meine Tätigkeiten in einem großen Spektrum.
Die Schule ist eine Internatsschule für Kinder/Jugendliche aus sehr armen Verhältnissen, mit besonderem Förderbedarf in unterschiedlichen Bereichen (analphabetische Kinder, Kinder mit körperlichen Defiziten, Waisenkinder, Kinder, die aus unterschiedlichsten Gründen nicht (mehr) in öffentliche/private Schulen gehen können/dürfen usw.). Baobab  öffnet ihnen die Pforten für eine akademische Schulbildung, sowie eine anerkannte Ausbildung in mindestens einem (traditionellen) Handwerk.

Eine meiner konstanten Aufgaben war das tägliche Bewegungsprrogramm mit zwei an Muskeldystrophie erkrankten Brüdern. Ein von meinem Vorgänger angebrachtes Geländer, wurde zu einem zentralen Ort für mich, meine Mitfreiwilligen aber vor Allem für die beiden Jungs und ihre Mitschüler. Angefangen mit einem starren Übungsprrogramm gelang es uns, die für sie anstrengenden Bewegungen in Spiele und ihren Interessen entsprechende Aktivitäten zu verpacken. Ziel war es stets den immer weiter fortschreitenden Muskelabbau wenigstens zu entschleunigen, sie trotz ihrer Bewegungseinschränkungen in Aktivitäten der Mitschüler zu integrieren und ihnen ein Häppchen mehr Lebensfreude zu schenken. Improvisierte Basketball- und Fußballturniere zwischen den Handgeländern, verknüpft mit Rap- Einlagen waren ein Reiz für viele - socially and physically challenged - hand in hand.

Im ersten halben Jahr habe ich mich viel mit der heute 25 jährigen A. beschäftigt, eine der ersten Baobab Schülerinnen, die eine besonders bewegende Geschichte hinter sich hat. Ca. acht Jahre ihrer

Kindheit wurde sie von ihrer Familie in einer kleinen Küche mit Tieren eingesperrt und misshandelt. Sie hatten den Glauben das Kind sei eine Hexe (was in Ghana nicht selten vorkommt). Hauptsächlich hat man es mir zur Aufgabe gemacht herauszufinden, welche Potenziale in dem physisch, psychisch und sozial so traumatisierten Mädchen stecken. Ziel von Baobab ist es, den Kindern die Basis für ein eigenständiges Leben zu schaffen und auch A.'s Zeit bei Baobab sollte nicht unendlich sein. Freizeitbeschäftigungen aber besonders die Arbeit mit ihr in der „Cane and Bamboo“ Werkstatt haben gezeigt, dass ihr Potenzial durchaus mehr verbirgt als das Schälen von Bambus, wenn man ihr die nötige Geduld und Unterstützung entgegenbringt. Das Verständnis der Mitarbeiter und der Mitschüler für die therapeutische Arbeit musste ich mir hart erkämpfen, da die meisten doch nicht verstehen konnten, dass es nicht darum geht einen perfekten Korb zu flechten, sondern um die Förderung bestimmter Fertigkeiten, die der handwerkliche Prozess mit sich bringt. Leider kam es immer häufiger zu Konflikten zwischen A. und ihren viel jüngeren Mitschülern die kaum Verständnis für ihre Situation aufbringen konnten. Die Hierarchie, die in Ghana eindeutig auf  Alter beruht wurde durch die gegebenen Umstände auch durcheinander gebracht. Hostel Mutter und andere Mitarbeiter waren dem Förderbedarf nicht gewachsen, weshalb A. derzeit wieder bei ihrer Pflegemutter lebt.

Weiterhin habe ich mich intensiv mit E. beschäftigt, der Tochter einer ehemaligen Schülerin. Nachdem die Mutter mit ihr in Accra auf der Straße gelebt hat, nahm Baobab sie und ihre jüngere Schwester auf. Oft geht sie zwischen den ca. 75 Teenagern unter und das Angebot ist nicht altersentsprechend. E. steckt voller Potenziale, ist aber durch die Zeit in Accra – von der niemand genau weiß, was dem Kind dort alles widerfahren ist – stark traumatisiert. Durch das Arbeiten in eins zu eins Situationen gelang es mir, sowohl durch Körperwahrnehmugsübungen, sowie durch handwerkliche Therapienagebote das Mädchen aus ihrer Traumwelt ins Jetzt zu holen und ihr durch die Regelmäßigkeit in den Angeboten Halt zu geben – sozusagen ein Gerüst an dem sie sich durch den Alltag hangeln kann. Außerdem habe ich mich mit dafür eingesetzt, sie in einer an ihre Bedürfnisse angemessenen kleinen Schule unterzubringen, wo sehr praktisch und kindorientiert gearbeitet wird.

Ein Teil der laufenden Kosten der Schule wird über Patenschaften gedeckt, wobei immer noch viele Kinder ohne Paten sind. Also haben eine Mitfreiwillige und ich ca. 25 Schüler in ihren Dörfern besucht, ihre Familien kennengelernt und uns mit ihrer Geschichte beschäftigt, um auf dieser Grundlage Profile anzufertigen für zukünftige Paten, sowie für Schülerakten. Eine sehr schöne, mit unterschiedlichsten Eindrücken und Erfahrungen verbundene Aufgabe, die mir mehr Verständnis für viele Situationen geschenkt hat.


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Derzeit erlebt die Baobab Schule eine Umstrukturierung. Sie wird nun offiziell ein „Inclusive Vocational Training Center“, was mit der Teilnahme an einem intensiven Inklusionsprogramms verbunden ist. Ausgebildete Leute kommen um Mitarbeitern, Schülern und dem restlichen Umfeld den Inklusionsgedanken näher zu bringen. Da es sich mehr um eine Philosophie bzw. eine Überzeugung handelt, die aus dem Herzen kommt, denke ich, dass da noch sehr viel Arbeit bevor steht. Schließlich haben sich hier nicht Menschen die von Inklusionspädagogik überzeugt sind getroffen um gemeinsam ein Projekt aufzubauen, sondern ein bestehendes Projekt soll nun umdenken. Das ist für viele Mitarbeiter ein langer Prozess. Ich bin gespannt, hoffe aber sehr, dass der Funke überspringt. Ich konnte auch bereits an mehreren Workshops teilnehmen und finde alle Grundgedanken fantastisch. Ein bisschen Inklusion ist glaube ich der richtiger Dünger um mehr Baobab Früchte reifen zu lassen.

Der Samstag gilt in Ghana als Arbeitstag, sodass wir auch für die Schüler Arbeitsgruppen eingerichtet haben, in denen sie samstags vormittags entweder ihre Fähigkeiten in bestimmten Handwerken verbessern können, oder einer der Gemeinschaft zu Gute kommenden Aufgabe nachgehen.
Ich habe den Beadworkshop mit einer festen Gruppe von ca. zehn Schülern geleitet. Hier lernen die Kinder, wie sie aus traditionellen Glasperlen Schmuck gestalten können. Der Workshop bekam durch die intensive Vorbereitungszeit meiner Mitfreiwilligen und mir  im Laufe des Jahres mehr und mehr Struktur, sodass er sich als ein vielseitiges Förderprogramm auf körperlicher, sozialer und kognitiver Ebene entwickelte.
 
Zu Beginn des Jahres habe ich eine Klasse einmal wöchentlich im Beekeeping unterrichtet, da es auf dem Plan stand bald eigenen Honig zu produzieren. Aufgrund meiner Erfahrungen habe ich die Verantwortung dafür mit übernommen. Nach mehreren Anläufen in der praktischen Umsetzung,  unter mangelndem Glück, mangelnder Kommunikation und Kooperation habe ich entschieden dem Projekt weniger Aufmerksamkeit zu schenken. An anderen Aufgaben in denen ich meine Energie sinnvoller genutzt sah mangelte es schließlich nicht.

Neben allen speziellen Aufgaben im Center war es stets auch meine Aufgabe Abläufe mit unserem Manager, dem Schulleiter, Lehrern dem Küchenpersonal und anderen Mitarbeitern zu koordinieren, die Kinder bei ihren täglichen Bedürfnissen zu begleiten und zu unterstützen, z.B. erste Hilfe leisten, Krankenhausbesuche, Freizeitgestaltung, Hausaufgabenhilfe, usw.


Wenn die Zeit es zuließ, habe ich auf der Gemüsefarm, dem Medizingarten und in der Austernpilzzucht mit angepackt.

spiel

Da die Schüler während des gesamten Terms in der Schule wohnen gab es keine geregelten Arbeitszeiten. Der Einsatz lag im eigenen Ermessen. Hält man die Augen offen, gibt es immer etwas zu tun. Ist einem daran gelegen, neben dem wöchentlichen Alltag in dem die Schüler sehr eingebunden sind auch Freizeit mit ihnen zu verbringen (Spiele spielen, Sportprogramm, oder einfach beisammen sein) muss auch das ein oder andere Wochenende herhalten. Ich hielt die Augen offen und mir war an Freizeitbeschäftigungen mit den Schülern gelegen.

Das „Baobab House“ 
You eat , you buy, you sleep  -  you support

haus

Es umfasst ein vegetarisches Moringa-Restaurant, ein Gästehaus, eine kleine Schneiderei, sowie einen Souvenirladen, in dem unter anderem im handwerklichen Unterricht entstandene Produkte verkauft werden. Auch hier werden Schüler im Service und in der Küche von den ghanaischen Mitarbeitern, die zum Teil ehemalige Baobab Schüler sind angelernt. Die Arbeit hier ist täglich in zwei Schichten eingeteilt, die wir uns unter den vier Voluntären aufgeteilt haben. Zwei Schichten pro Woche habe ich als Ausgleich zum Center dort gearbeitet. Hauptsächlich war ich im Laden aktiv. Dies beinhaltete das Empfangen, Informieren und Betreuen von Gästen, den Ein- und Verkauf von Produkten, das Abfüllen von Produkten, sowie die Instandhaltung des Ladens. Es galt, den Laden attraktiv zu gestalten, Labels zu gestalten und selbst kreativ Produkte zum Verkauf herzustellen. Neben den Aufgaben im Laden habe ich gerne in der Snackbar und in der Küche mitgeholfen, mit den Mitarbeitern neue Gerichte ausprobiert um sie den Gästen anzubieten. Um dem alternativen Grundgedanken zu folgen ist es uns (entgegen der Überzeugung vieler Ghanaer) gelungen Nestlé Produkte aus dem Restaurant zu verbannen, nachdem wir unsere ghanaischen Kollegen über die kritikwürdige Konzernpolitik informiert haben.
Das „Baobab House“ war immer ein schöner Ausgleich zur Arbeit im Center, da ich hier mehr das Gefühl hatte Teil eines Teams zu sein. Es war kein leichter Weg dahin, aber ein erfolgreicher!

Wie ich es mir gewünscht hatte, bekam ich die Möglichkeit ein sehr einfaches Zimmer in einer Gastfamilie in Kissi zu bewohnen. Meine Vorstellung teil einer Familiengemeinschaft zu werden wurde leider nicht erfüllt, dennoch war es eine Bereicherung. Ich habe andere Einblicke bekommen, die ich anderswo verpasst hätte. Diese kleine örtliche Distanz zum Projekt hat mir außerdem geholfen zumindest nachts auch eine gedankliche Distanz zum Projekt zu schaffen.  Am Anfang war ich auch in der Familie noch „Ubruni (die Weiße). Am Ende war ich dann die Hannah, die ich einfach nur sein wollte. Ich bin glücklich, mich über Kleinigkeiten freuen zu können!

…Persönliches
Anders als „der klassische Freiwillige“ begann ich meinen Dienst nachdem ich eine Berufsausbildung abgeschlossen habe und bereits mehrere Jahre alleine gewohnt habe, womit ich auch vom Altersdurchschnitt abwich. Zunächst hatte ich etwas mit den hohen Erwartungen, die auf dieser Grundlage entstanden zu kämpfen. Wie sich aber immer mehr herausstellte konnte ich den Erwartungen doch gerecht werden und ich denke heute, dass viele der Ansprüche gar nicht von außen, sondern von mir selbst ausgingen.
Wie in all meinen Berichten deutlich geworden ist habe ich gemeinsam mit meinen Mitfreiwilligen mein Jahr wirklich dem Projekt gewidmet. Wenn ein eigentlich freier Tag mit Arbeit gefüllt war gab es durchaus Momente in denen ich etwas neidisch auf andere geschaut habe, die wieder einmal das Land bereisten oder einfach mal ein paar Tage ihre Seele am Strand baumeln ließen. Aber für mich fühlt es sich doch immer noch sehr richtig an, so wie ich es gemacht habe. Das Projekt selbst hat mir viel über die ghanaische Kultur beigebracht, dass ich nicht den Eindruck habe etwas verpasst zu haben. Andere bereisen die ghanaische Welt -  ich hatte sie irgendwie zu Hause.
Auch mein manchmal grenzwertiger Verzicht auf Privatsphäre hat mich einiges gelehrt. Teilen ist etwas so wundervolles und Gemeinschaft ist eine ganz besondere Kraft. Alle bestehenden Umstände haben ein Urvertrauen in den Lauf des Lebens in mir erweckt. Dinge nehmen wie sie kommen und darauf aufbauend flexibel gestalten, Kompromisse eingehen, als Team arbeiten und Akzeptieren – Kräfte die mir geholfen haben das Jahr ohne extreme Tiefphasen zu genießen, was nicht bedeutet, dass ich nicht an meine Grenzen gestoßen bin.
Ich weiß nun, wie es sich anfühlt immer aufzufallen. Das erste Mal ist mir bewusst geworden wie weiß ich bin.
Besonders herausfordernd war für mich die Wirkung und die Konsequenzen meiner Anwesenheit auf bestehende Sozialgefüge. Hätte ich ahnen sollen, dass man sich um meine Freundschaft streitet? Jeder möchte ein bisschen mehr mit „der Weißen“ zu tun haben, was wiederum bestehende Verbindungen ins Wanken gebracht hat.
Hätte ich ahnen sollen, dass mein Versuch die Kinder in der Familie beim Abwasch zu unterstützen  für sie Ärger und Schläge zur Konsequenz hatte?( „warum lasst ihr Hannah eure Arbeit machen?“)

Ob ich mich während des Jahres verändert habe kann ich selbst sehr schwer beurteilen, aber es war ein tolles Gefühl all die Fragen der neuen Freiwilligen beantworten zu können  - ich hatte einmal die gleichen Fragen. Was ich außer den bereits genannten Dingen mitnehme ist Humor als Lösungsstrategie für viele schwierige Momente.

Ich bin stolz und dankbar für alles. Ich habe nie aufgehört den Menschen zu Vertrauen und denke, dass auch dies der richtige Weg für ein gutes Gelingen der Zeit war.
Nun versuche ich wieder Fuß in Deutschland zu fassen, ohne diesen Schatz zu verlieren. Den richtigen Weg finden aktiv zu bleiben, ohne zwischen den Welten zu schweben, was ich derzeit noch tue. Nach meiner Ankunft war alles weg.....wie ein Traum....die vergangenen zwölf Monate waren ausgeklammert, einfach nicht da. Nicht für mich und schon gar nicht für die Menschen um mich herum, schließlich ging bei denen der Alltag wie gewohnt weiter.
Nun, nach einigen Wochen in der Heimat fühle ich mich nun doch oft unverstanden. Da ist etwas, das ich teilen möchte, was nicht einfach ist, wie ich immer wieder feststelle. Trotz aller Herausforderungen, ich würde es wieder tun und wünsche jedem eine solche bereichernde Erfahrung!!
Mein Lebensmotto hat sich wieder einmal bewährt

Sage mir , und ich vergesse -  zeige mir,  und ich erinnere,
lasse es mich selbst tun -  und ich begreife!

 

BAOBAB  -  CHILDREN  -  FOUNDATION
FREIWILLIGER DIENST
medase